3. Internationales Frauenfestival

M. Türker ARI 09.03.2014
Sayın Öztel,
meine Damen und Herren,

herzlichen Dank für die Einladung zum heutigen Festival, der ich sehr gerne gefolgt bin.

Dem Gründer der modernen türkischen Republik, Mustafa Kemal Atatük, verdanken die türkischen Frauen viele Rechte, die andernorts auf der Welt viel später eingeführt wurden. Lange bevor in der westlichen Welt über Frauenrechte oder die Gleichstellung von Mann und Frau gesprochen wurde, besaßen die Türkinnen diese Rechte schon.
Atatürk war sich von Anfang an bewusst, dass der Weg in die moderne Zeit über Bildung führt und dass dessen Kernpunkt die Frau ist. Die Rechte, die er den Frauen gewährte führten dazu, dass die Frauen begannen, ihren Platz in der modernen Welt einzunehmen. Die Teilhabe am Bildungssystem brachte mit sich, dass Schulen zu beruflicher Bildung eröffnet wurden, Frauen diese absolvierten und ihren Platz in der Arbeitswelt einnahmen.

Beispielsweise nahmen im Jahr 1927 die ersten türkischen Ärztinnen ihre Arbeit auf. Später öffnete sich den Frauen auch der Weg in die Politik. Bei den Gemeindewahlen im Jahr 1931 erhielten die türkischen Frauen ihre politischen Rechte und konnten diese zum ersten Mal im Jahr 1933 einsetzen und sich in die Gemeinde- oder Ältestenräte wählen lassen.

Unsere Frauen können sich seit 1934 auch an den allgemeinen Wahlen beteiligen. Lange Zeit bevor diese Möglichkeit anderen Frauen in Europa oder auf der Welt zuteil wurde.

Meine Damen und Herren,

Die türkische Gemeinde lebt seit etwas mehr als fünfzig Jahren in Deutschland. Durch das damalige Anwerbeabkommen kamen offiziell die ersten türkischen Arbeitskräfte in die Bundesrepublik Deutschland.
Nach den ersten Zuwanderungsjahren haben dann viele ihre Ehefrauen und Kinder nach Deutschland geholt und sich hier eine neue Existenz aufgebaut. Daneben gab es auch Frauen, die als Gastarbeiterinnen nach Deutschland gekommen waren.

In diesen fünfzig Jahren brachten sich die Türkinnen und Türken nicht nur durch die anfängliche Arbeit, sondern auch mit ihrer Kultur und ihren Traditionen in die Gesellschaft ein.

Heute beteiligen sie sich aktiv am gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Geschehen ihrer Städte und Gemeinden und sind schon lange zu einem nicht mehr wegzudenkenden Teil der Gesellschaft geworden. Sie haben das hiesige Bildungssystem durchlaufen, finden sich als Wissenschaftler, Künstler, Rechtsanwälte, Ärzte, Sportler oder Experten wieder und haben sich Erfolg und Anerkennung verschafft.

Dass dies auch für die Frauen innerhalb der türkischen Gemeinde gilt, zeigt die heutige Veranstaltung in sehr eindrucksvoller Weise.

Es freut mich sehr, dass dieses Festival dazu beiträgt, eine stärkere Mitwirkung der türkischen Frauen im politischen, zivilen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben, vor allem auch in Führungspositionen, zu gewährleisten.
Mein herzlicher Dank gilt deshalb der Organisatorin der heutigen Veranstaltung, Frau Güner Öztel, und allen am Gelingen des dritten internationalen Frauenfestivals eingebundenen Personen und Einrichtungen. Vielen Dank auch an alle Beteiligten des reichen Rahmenprogramms.

Ihnen liebe Gäste danke ich für Ihre Aufmerksamkeit und möchte allen anwesenden Damen meine besten Wünsche zu diesem besonderen Tag aussprechen.

Atatürk

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