Nr.: 126, 20. Juni 2020, Pressemitteilung In Bezug Auf Den Weltflüchtlingstag

Republik Türkei Außenministerium 20.06.2020

Die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden und die Schwierigkeiten, mit denen sie konfrontiert sind, nehmen täglich zu. Die COVID-19-Pandemie, die die ganze Welt betrifft, hat die Lage dieser gefährdeten Personen weiter verschärft. Maßnahmen, die zu einer Zeit ergriffen wurden, als sich viele Länder im Kampf gegen die Pandemie nach innen gewandt haben, haben sich negativ auf die Situation von Flüchtlingen und Asylsuchenden ausgewirkt. Der Schutz von Flüchtlingen und Asylsuchenden und die Gewährleistung ihres raschen und effizienten Zugangs zur Grundversorgung, insbesondere zur Gesundheitsfürsorge, sind noch wichtiger geworden.

Die Türkei als größtes Flüchtlingsaufnahmeland der Welt hat wie zuvor die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um diese Menschen zu schützen, ihnen den Zugang zu allen grundlegenden Dienstleistungen zu ermöglichen, sie über die Pandemie zu informieren und die am stärksten gefährdeten Menschen zu unterstützen. Die Türkei setzt auch ihre internationalen Bemühungen in dieser Hinsicht fort. Kürzlich fand am 9. Juni 2020 eine hochrangige Telefonkonferenz auf Einladung von Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu statt, um die Aufmerksamkeit auf die Situation der Flüchtlinge während der Pandemie zu lenken und die Notwendigkeit der internationalen Zusammenarbeit zu betonen.

Die Verbesserung der Lebensbedingungen von Flüchtlingen und Asylsuchenden und die Suche nach dauerhaften Lösungen für ihre Probleme sind gemeinsame Verantwortung und Pflicht der internationalen Gemeinschaft. In diesem Zusammenhang betonen wir, dass es wichtig ist, die Ursachen in den Herkunftsländern zu beseitigen, die die Menschen zwingen, ihr Land zu verlassen, die Bedingungen vorzubereiten, die eine sichere, freiwillige und würdige Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimatländer erleichtern werden, und die Lösungen in Drittländern, wie z.B. die Neuansiedlung, zu verbessern. Wir rufen erneut alle Beteiligten, vor allem die Geberländer, dazu auf, Maßnahmen im Einklang mit einer gerechteren Lasten- und Verantwortungsteilung zu ergreifen. Wir sind davon überzeugt, dass diese Pflicht während und nach der Pandemie an Bedeutung und Dringlichkeit gewonnen hat. Wir erinnern daran, dass das völkerrechtliche Asylrecht, das sich aus dem Völkerrecht ergibt, nicht entzogen werden kann, dass Flüchtlinge und Asylsuchende keiner unmenschlichen Behandlung unterworfen und nicht zurückgedrängt werden dürfen, und in dieser Hinsicht sollten alle Länder ihre Verpflichtungen aus den internationalen Menschenrechtskonventionen und der Genfer Konvention von 1951 einhalten. Darüber hinaus betrachten wir den Globalen Pakt für Flüchtlinge als einen Leitfaden zum Schutz von Flüchtlingen während des Kampfes gegen COVID-19. Wir laden alle Beteiligten ein, den Pakt umzusetzen.

Wir hoffen, dass der Weltflüchtlingstag zu einer Zeit führen wird, in der die Zahl der Flüchtlinge zurückgeht, dauerhafte Lösungen sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht gefunden werden und weitere Solidarität mit diesen Menschen und den Aufnahmeländern gezeigt wird.

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