Daimler Yardım Konvoyu Basın Toplantısı - Pressekonferenz "Wings on Wheels - Gegen die Kälte"

M. Türker ARI 10.12.2013
Sehr geehrter Herr Dr. Bernhard,
sehr geehrter Herr Brecht,
sehr geehrter Herr Franke,
meine Damen und Herren,

zu Beginn möchte ich alle Vertreterinnen und Vertreter der Presse sehr herzlich willkommen heißen. Ich danke Ihnen für Ihr Interesse an diesem wichtigen Thema.

Bedanken möchte ich mich darüber hinaus auch bei der Daimler AG und all ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch großzügige Spenden dazu beitragen, Menschen zu unterstützen, die aus Syrien fliehen mussten und sich nun in meinem Land aufhalten.

Im Laufe ihrer Geschichte hat die Türkei immer wieder Menschen aufgenommen, die sich in Notsituationen befanden und verfolgt wurden. So kamen viele Juden und Muslime, die aus Spanien vertrieben worden waren, ins Osmanische Reich. Auch während der grausamen Herrschaft des Naziregimes fanden viele Juden Zuflucht in der Türkei. Und in jüngerer Vergangenheit - in den 1980er Jahren - kamen wiederum Gruppen von Menschen aus einem unserer Nachbarländer zu uns.

Wie Sie sehen, pflegt die Türkei seit jeher eine Tradition des Helfens, die auch in der heutigen Situation wieder zum Tragen kommt. Denn im Laufe der vergangenen Jahre kamen viele tausend Syrerinnen und Syrer in mein Land.

Die Türkei und Syrien teilen eine mehr als 900 Kilometer lange, gemeinsame Grenze. Und viele Türkinnen und Türken, die in dieser Grenzregion leben, haben natürlich auch Familienangehörige auf der syrischen Seite. Nun möchte ich Ihnen gerne einige Daten zur aktuellen Lage in meinem Land nennen, die ich offiziellen Quellen entnommen habe:

Im April 2011 kam es in Syrien zu Unruhen, die das Land schließlich in einen Bürgerkrieg stürzten. Tausende von Menschen mussten ihre Heimat verlassen und sind seitdem auf der Flucht. Im Rahmen des Katastrophen- und Notfallmanagements des Premierministeriums der Republik Türkei – AFAD - wurden daher in 10 türkischen Provinzen Flüchtlingslager für mehr als 380.000 syrische Flüchtlinge eingerichtet.

Die ersten Flüchtlinge, die zwischen Mai und Juni 2011 in die türkischen Städte Yayladağı, Altınözü und Reyhanlı (Provinz Hatay) flüchteten, wurden dort zunächst in provisorischen Zeltlagern untergebracht.

Am 26. September 2013 wurden in den Städten Altınözü und Yayladağı in der Provinz Hatay zwei Zeltstädte eingerichtet. In Reyhanlı entstand ein Aufnahmelager. Weitere Zeltstädte befinden sich in Ceylanpınar und Akçakale (Provinz Şanlıurfa), in İslahiye, Karkamış und Nizip (Provinz Gaziantep), in Kahramanmaras, Osmaniye Cevdediye, Adiyaman, Mardin Midyat und in Adana Sarıçam. In Kilis, Hatay Apaydın, Şanlıurfa – Harran, Malatya Beydağı und Gaziantep Nizip wurden zudem auch Containerstädte eingerichtet. Insgesamt gibt es in der Türkei heute 14 Zeltstädte, eine vorläufige Aufnahmestelle und sechs Containerstädte. Darüber hinaus wird in Kürze eine weitere Zeltstadt in Şanlıurfa Viranşehir zur Verfügung stehen.

Gemeinsam sorgen die zuständigen, türkischen Ministerien, öffentlichen Einrichtungen und der „Türkische Halbmond“ für die Unterbringung, Verpflegung, gesundheitliche Versorgung und Sicherheit der Flüchtlinge. Die Flüchtlingslager verfügen über eigene Wasserreservoirs, Kläranlagen und Stromgeneratoren. Zur Infrastruktur zählen darüber hinaus auch Kranken- und Polizeistationen, Schulen und Kinderspielplätze, Moscheen und Fernsehräume, Presse- und Kommunikationszentren, Bankfilialen und Supermärkte.

Es gibt Moscheen, in denen regelmäßig Gottesdienste stattfinden und es gibt Schulen, in denen regulär unterrichtet wird. Momentan werden 693 Schulklassen mit insgesamt 45.696 Kindern und Jugendlichen unterrichtet. Es gibt Krankenstationen, in denen bislang insgesamt über 1,5 Millionen Behandlungen durchgeführt wurden. Ab dem 25. September 2013 wurden in den Krankenstationen und über weitere, mobile Gesundheitseinheiten insgesamt 5.592 medizinische Leistungen erbracht. In den Flüchtlingslagern kamen bis heute 6.051 Kinder zur Welt.

Meine Damen und Herren,

wir sehen die Menschen aus Syrien, die in den Flüchtlingslagern in der Türkei leben, als Gäste unseres Landes und Teil des täglichen, gesellschaftlichen Lebens. Die Daten, die ich Ihnen soeben genannt habe zeigen jedoch auch, dass es nicht einfach ist, das tägliche Leben dieser Menschen nachhaltig zu gestalten. Der Großteil der Bedürfnisse unserer syrischen Gäste ist bereits durch die türkischen Behörden selbst gedeckt. Dennoch spielen internationale, humanitäre Hilfsleistungen eine besondere Rolle. Die Kampagne der Daimler AG ist uns daher wichtig und ich freue mich besonders, dass es sich dieses Mal bereits um die zweite Kampagne dieser Art handelt. Sie zeigen damit, dass die Türkei nicht allein steht.

Lieber Herr Niflioğlu,

für Ihren Einsatz und Ihr großes Engagement möchte ich mich noch einmal sehr herzlich bei Ihnen bedanken. Meine Damen und Herren Pressevertreter, vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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