Eröffnung der DİTİB Landesgeschäftsstelle

Ahmet AKINTI 22.10.2014
Sehr geehrter Herr Prof. Hammann,
sehr geehrter Herr Altuntaş,
meine Damen und Herren,

ich freue mich, gemeinsam mit Ihnen die neue Landesgeschäftsstelle von DİTİB in Zuffenhausen eröffnen zu dürfen und bedanke mich sehr herzlich für die Einladung. Auch im Namen des türkischen Generalkonsulats Stuttgart wünsche ich Ihnen von Herzen alles Gute und eine erfolgreiche Tätigkeit in und von Zuffenhausen aus.


Meine Damen und Herren,

oft sprechen wir mit Stolz über die Erfolge der türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg; wir sind stolz, dass unsere türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürger Verantwortung übernehmen und das soziale, gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Leben dieses Landes gleichberechtigt und engagiert gestalten. Auch die vielen islamischen Gemeinden und die herausragende Tätigkeit des DİTİB-Landesverbandes zeigen, dass muslimischer Glaube – individuell wie kollektiv – in Baden-Württemberg gelebt wird.

Ich finde, dass alle Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften im öffentlichen Raum präsent sein sollten. Gerade im Sinne eines friedlichen und respektvollen Zusammenlebens von Menschen mit unterschiedlichen Traditionen, Kulturen und religiösen Bindungen sind Transparenz, Dialog und Austausch elementar. Daher ist es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, miteinander ins Gespräch zu kommen und das Verbindende zu sehen und zu fördern. Ich bin sehr froh, dass die Konzeption der DİTİB Moscheen den Gedanken der „offenen Türen und der Begegnung zwischen den Kulturen und Religionen“ unterstützt.

Meine Damen und Herren,

in diesem Zusammenhang möchte ich gerne ein überaus wichtiges, aktuelles Thema ansprechen: Wesentlich für die gelingende Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund ist ihre Verwurzelung in den Kulturen, die ihr Lebensumfeld bestimmen. Daher ermuntern wir die türkische Gemeinde in Baden-Württemberg, die türkische Kultur, Werte und Sprache zu pflegen und den nachfolgenden Generationen weiter zu vermitteln. Auch religiöse Erziehung spielt hier eine bedeutende Rolle. Sie stärkt die eigene religiöse Identität und trägt dazu bei, Respekt gegenüber anderen Religionen aufzubauen. Nicht zuletzt trägt eine fundierte und nachhaltige religiöse Erziehung dazu bei, ein gesundes Religionsverständnis zu entwickeln und verhindert die Entstehung radikalen Gedankenguts. Deshalb unterstützen wir die Einführung des Islam als Unterrichtsgegenstand an baden-württembergichen Schulen. Ich weiß, dass in dieser Hinsicht schon viele Schritte unternommen und Gespräche geführt wurden. Sicher ist, dass sich die meisten Türkinnen und Türken einen islamkundlichen Regelunterricht in Baden-Württemberg wünschen und große Hoffnungen in die aktuelle Debatte setzen.

Meine Damen und Herren, Herr Altuntaş,

bitte machen Sie weiter so, öffnen Sie Ihre Türen und sprechen sie über ihren Glauben und ihre Werte. Ich bin sicher, dass es eben diese Werte sind, die alle Menschen in diesem Land verbinden und das Gemeinwesen im Innersten zusammenhalten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch einmal alles Gute und einen erfolgreichen Start in Zuffenhausen.

Herzlichen Dank.

Atatürk

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